Frolieb Tomsits-Stollwerck

 
 
 

… Gesang für Jugendliche und Erwachsene, mache Stimmbildung für Kinder und arbeite mit Erwachsenen, die ihre Stimme beruflich brauchen oder einfach gerne singen und ihre Möglichkeiten erweitern wollen.


… Geige und Bratsche. Die erste Geigenstunde mit einem Kind ist für mich jedes Mal ein Fest – und wenn mehrere Kinder zu ihrem ersten Ensemblespiel zusammenkommen, erlebe ich die freudige Spannung mit ihnen, weil wir im Zusammenklang viel mehr als beim Üben alleine die Musik erleben.


Außerdem studiere ich Musik mit Kindern ein, z.B. Kinderopern mit Schulklassen, aber auch Solopartien für Opern.


Habe ich Ihr Interesse geweckt? Preise und Termine erhalten Sie gerne auf Anfrage


Förderung und Lebensbereicherung durch Gesangsunterricht.

Im musikalischen Einzelunterricht bieten sich unzählige Möglichkeiten, Anlagen und Talente. eines Menschen zu fördern. Es ist eine ganz besondere Situation, wenn man als Musiker jede Woche für eine bestimmte Zeiteinheit einem Menschen gegenüber steht und ausschließlich auf seine Anliegen eingehen kann. Der Schüler erlebt in dieser Zeit die volle Aufmerksamkeit seines Lehrers. Dieser hört genau zu, übt  und wiederholt liebevoll, beharrlich und geduldig und zeigt, was zum Erlernen und zur Erarbeitung eines musikalischen Werks beachtet werden muss. Das Erlernen des Singens ist an erster Stelle eine unglaublich große Freude. Das tiefe Atmen, das dazu notwendig ist, tut gut und erfrischt. Das Erlebnis, dass man durch Üben Klänge zustande bringen kann, die man sich aus tiefster Sehnsucht wünscht, fühlt sich an wie wachsen und beinahe wie fliegen! Aber es ist nicht nur die Gesangskunst, die dabei erlernt wird, sondern der Lernende profitiert von dieser Betätigung auf vielen Ebenen.

Die Bereiche, die durch den Gesangsunterricht gefördert werden, lassen sich folgendermaßen gliedern:Auf der körperlichen Ebene1. Das Gehör – in der Musik nehmen wir feinste Unterschiede in Tonhöhe und Tondauer wahr. Je differenzierter wir hören, desto empfindlicher für leise Töne, Zwischentöne und Tonunterschiede werden unsere Ohren. Das fördert den Fremdsprachenerwerb und die Kommunikation, aber auch das empathische Einfühlungsvermögen.


2. Die Atmung

Für das Hervorbringen eines schön getragenen Tones ist ein kräftiger, gleichmäßiger und langer Atem erforderlich. Durch Übungsabläufe, die über einen langen Zeitraum regelmäßig geübt werden, entwickelt sich ein differenzierter Atem, der für die Anforderungen des Gesangs nach und nach immer besser geeignet wird. Das kommt auch dem Sprechen und der Ausstrahlung eines Menschen zugute.


3. Das rhythmische Gefühl, das sich zu Orientierungssicherheit und Entschlusskraft entwickelt. Das findet auch zum Beispiel im rhythmischen Erlernen der mathematischen Reihen oder von Konjugationsreihen seine Anwendung. Was wir rhythmisch gelernt haben, behalten wir bis ins hohe Alter im Gedächtnis! Wir erwerben uns dadurch einen inneren Reichtum, der uns durch nichts verloren gehen kann. (Verlässt im hohen Alter einen Menschen sein Gedächtnis nach und nach, so sind es die Gedichte und Lieder, und alle rhythmisch auswendig erlernten Inhalte, die er als Kind gelernt hat, die am längsten noch abrufbar bleiben.)


Auf der Ebene der Persönlichkeit

4. Regelmäßigkeit – Geduld und Stetigkeit für wird für alle Lernbereiche gelernt. Die Erfahrung, dass durch wiederholendes Üben sich Fortschritte einstellen, die man im einzelnen Übschritt vielleicht gar nicht bemerkt, kann die Bereitschaft steigern, durch Übungen Fähigkeiten zu erwerben.


5. Selbständigkeit – durch das Fortschreiten im Können erwächst ein Selbstvertrauen, das zur Selbständigkeit führen kann. Ist man sich seines Könnens sicher, erlangt man eine Besonnenheit, die das Handeln auch in anderen Bereichen stärkt.


Auf der seelischen Ebene

6. Offenheit für die Kunst und die Intuition – alle künstlerischen Tätigkeiten befruchtend. Gerade in einer Zeit, in der die Beschäftigung mit der digitalen und virtuellen Welt vor allem die einspurig kausalen Zusammenhänge erlebbar macht, ist die Begegnung mit der Kunst ein ganz wichtiger Ausgleich. Hier entsteht immer wieder Neues, Einzigartiges, Unerwartetes. Wir lernen zu staunen, wir können Ehrfurcht empfinden, wir erleben tiefe Befriedigung und Freude. Die Phantasie wird angeregt, auch der Mut, Neues auszuprobieren und Grenzen zu überschreiten. Das kann ein Gegenpol zur Faszination vor dem Machbaren der Technik sein. Es macht uns – menschlicher!


7. Bewegung und Beweglichkeit der Empfindung - Das kann sich zu einem schauspielerischen Talent entwickeln. Es ist aber auch die Basis für alle therapeutischen Berufe. Es ist für die Kommunikation wichtig und schafft Empathie


Nun geht das Erlernen des Singens in den verschiedenen Altersstufen ganz unterschiedlich vor sich.

Bei dem kleinen Kind zwischen 5 und 10 Jahren kann der Einzelunterricht nur eine Basis bieten für das Singen in einer Chorgruppe, wo dann der gemeinsame Klang das Ziel ist. Alleine macht in diesem Alter das Singen nicht so großen Spaß, weil der Klang bei den meisten Kindern noch dünn und zart ist. Aber im Einzelunterricht kann man gute Intonation, stabiles Rhythmusgefühl und deutliche Artikulation anlegen. Im Unterricht bildet in diesem Alter die Zuneigung und das Vertrauen zum Lehrer die absolut notwendige Grundlage zum Lernen und Üben. Deshalb ist es Aufgabe des Lehrers, mit ganzer Seele und Aufmerksamkeit, aber auch mit Behutsamkeit und innerer Ruhe das Kind zu begleiten. Sehr viel lernt das Kind durch Nachahmung. Deshalb ist Vorsingen auf höchstem Niveau und ganz wahrhaftig genauso wichtig wie ein froher Humor und liebevolle Geduld.

Ab 10 oder 11 Jahren möchte sich das Kind meist selbst Lieder auswählen, die es gerne singt. Da ist es hilfreich, wenn es schon viel Musik auch aus dem Bereich der Klassik und sogenannten E-Musik kennt, nicht nur die aktuellen Top Hits. Denn letzter sind meist musikalisch nicht sehr anspruchsvoll und stimmlich nicht geeignet für die Stimme dieses Alters. Außerdem wird bei Studioaufnahmen die Stimme des Popstars (o ä) oft so manipuliert, dass die Nachahmung nicht empfehlenswert ist. Mit einem Volkslied, gerne auch aus anderen Kulturen, mit Kanons und leichten zweistimmigen Liedern kann man den Unterricht so gestalten, dass er Lehrer und Schüler Spaß macht und wichtige Grundfähigkeiten des Singens erlernt werden. 


Für jeden jungen Menschen, der das Singen ernsthaft betreiben will, ist es förderlich, auch bereits in Konzerten und Opernvorstellungen große Künstler zu erleben. Die Kraft, die man von einem Künstler ausgehend spürt, das Feuer, die Freude, die Energie, können „ansteckend“ wirken, und es ist gut, ein authentisches Live-Erlebnis zu haben und nicht nur Aufnahmen, die ein etwas anderes (unnatürliches) Klangideal vermitteln.


Ab dem Moment, wo ein Schüler aus eigenem Antrieb und mit Eifer und Fleiß das Üben in die Hand nimmt, kann der Lehrer wirklich fachlich anleiten und fördern. Dann wächst das Selbstvertrauen, es entwickelt sich Kraft in der Stimme und der junge Mensch arbeitet an einer guten Haltung für eine offene Ausstrahlung. Davon profitiert sein Auftreten für alle Bereiche. Sei es ein Referat in der Schule oder freies Sprechen im Beruf oder gar in Vorträgen vor einer (kritischen) Zuhörerschaft.




 

Ich unterrichte ...